Mrz 10 2012
März März März…jetzt wirds langsam ernst :-)
Tja ja…schon haben wir wieder fast Mitte März und irgendwie ist es immernoch ungemütlich draußen. Das Wetter ist doch sehr wechselhaft. Mal regnets, mal scheint die Sonne, mal ist es angenehm mild und dann ist es wieder saukalt.
Aber ich bin ja nicht hier um über das Wetter zu philosophieren, geschweige denn um überhaubt zu philosophieren.
Am Montag holen Sylvia und Martin meinen Kern für meine Masterarbeit aus Tübingen ab und am Dienstag fangen wir an den zu beproben. Eigentlich hatte ich gefragt ob ich den Kern holen darf aber es hieß nein und ich weiß bis heute nicht warum. Nunja… Zuerst sollen meine 100 Proben entnommen werden, so das ich schnellst möglichst anfangen kann und später soll noch der restliche Kern beprobt werden.
Was ich toll finde ist, dass mein Chef gemeint hat, dass ich ja dann in den drei Wochen in denen er im Urlaub ist Zeit habe den Kernteil auseinander zu pflücken und ich ja schon mal mit der Analyse anfangen kann. Und wenn ich dann halt schon ein wenig weiter bin als gedacht dann habe ich halt am Ende der Arbeit ein paar Tage mehr Zeit. Der wird sich umschauen wie schnell ich mit den Proben bin.
Allerdings hat Sylvia ein wenig bedenken, dass ich so schnell bin, dass der Chef fragen könnte, warum ein einzelner schneller ist mit der Aufbereitung als ein ganzes Team von drei Leuten. Eigentlich verständlich aber schon zu meinem Forschungsseminar war ich sehr schnell mit der Aufbereitung meiner Proben.
Im Moment soll ich mir einen Arbeitstitel überlegen für meine Arbeit. Das ist garnicht mal so leicht. Ich weiß zwar was ich machen will und was ich untersuchen möchte und vor allem auch was ich herausfinden will aber dass dann in einen kurzen 5 Worte Zweizeiler zu fassen ist ein wenig schwierig. Die Vorgaben sind da allerdings sehr uneindeutig. Es heißt nur, das Beste wäre, wenn der Titel kurz und knackig ist, und eventuell auch noch ein wenig provokativ, damit die Leute dass Zeug sofort lesen wollen. Na wenns weiter nichts ist.
Ich werd dann auch mal am Montag langsam anfangen mir die benötigte Literatur zu suchen. Ich mache nicht wieder den gleichen Fehler wie in meinem Seminar, dass ich die Literartur erst suche wenn ich sie in dem Moment brauche. Das wäre fast nach hinten losgegangen. Leider habe ich noch keine Note für meine Seminararbeit. Aber die scheinen bis jetzt alle sehr zufrieden zu sein mit dem was ich abgeliefert habe. Bis auf ein paar Schusselfehler scheint das alles in Ordnung zu sein. Einfach abwarten.
Bei der letzten Besprechung für meine Masterarbeit hat der Martin dann gemeint, dass ich ja mein Methodenkapitel schon fertig habe da ich die selbe Methode wie im Seminar anwenden werde. Daraufhin hat der Chef gemeint: “Na…da muss er sich aber noch mal hinsetzen!” und kuckt in dem Moment etwas merkwürdig in meine Seminararbeit hinein. Das hat mich dann doch mehr verärgert als gedacht und meine Stimmung war in dem Moment ein wenig im Keller. Nicht weil er den Teil kritisiert hat, denn ich bin ja da um zu lernen, sondern vielmehr dass er das vor den anderen beiden angesprochen hat. Eigentlich kenne ich ja seine Art aber trotzdem ärgert mich dann sowas immer wieder. Sylvia hat gemeint ich muss mir unbedingt in der Hisicht ein dickeres Fell zulegen wenn ich in die Forschung will. Recht hat sie da! Daran muss ich wirklich noch ein wenig arbeiten.
Der Hans hatte noch eine schöne Idee. Ich habe ihm erzählt, dass Chefchen gesagt hat, dass ich mir gerne ein Büro für die Zeit meiner Masterarbeit einrichten darf. Ich finde das eine tolle Idee, denn so ist man direkt an der Quelle wenn man mal Fragen hat und noch weiterkommt. Und ehrlich gesagt habe ich hier daheim viel zu viele Ablenkungen um mich herum.
Der Hans hat das gleich aufgenommen und möchte nun ein Partnerbüro mit mir haben. An und für sich eine schöne Idee aber ob wir dann wirklich da sitzen und arbeiten ist die andere Frage.
Nächste Woche werde ich mich darum mal kümmern und mir ankucken was man so aus dem Diplomandenzimmer alles noch rausholen kann. Eigentlich ist das ja eh schon mehr oder weniger mein Büro, da ich während der Seminararbeit ständig dort war.
Was mich in dieser und in der vergangenen Woche eigentlich am meisten geärgert hat war unsere abgesägter Bundespräsident Wulff. Abgesehen davon das er keine nennenswerten Leistungen vollbracht hat, sein Amt als Ministerpräsident missbraucht hat, sich dadurch Vorteile verschafft hat und die Leute getäuscht hat, besitzt er auch noch die Frechheit seinen Ehrensold (allein dieses Wort ist in diesem Zusammenhang schon lächerlich) in vollem Maße einzustreichen und nicht einmal auf die Amtsausstattung zu verzichten. Was soll das eigentlich und wieso bin ich nicht Politiker geworden? Fürs Mist bauen auch noch hoch bezahlt werden. Ist doch super. Wenn ich später Mist baue dann war es das mit meiner Karriere aber Lügner und Betrüger bekommen in diesem Land wohl auch noch alles in den Ar… geblasen.
Und dann wird auch noch erzählt, dass sich ja jetzt die Staatsanwaltschaft für Ermittlungen eingeschaltet hat. Ist das wirklich deren Ernst mit sowas auch noch anzugeben? Jeder weiß doch wie das ablaufen wird. Der Wullf bekommt auf die Finger gehauen à la “DU DU DU..SO macht man das fei nicht” und darf gehen.
Aber was soll man schon von einer Rechtssprechung erwarten, die Kinderschänder nach spätestens drei Jahren wieder freilassen und Steuerhinterzieher am liebsten lebenslänglich einsperren würden. Denn die schleußen ja Geld am Fiskus vorbei das wir dann nicht den Griechen schenken können, denn die haben ja auch jahrelang Mist gebaut und bekommen nun alles in den Ar… na ihr wisst schon. Und so schließt sich der Kreis des Lügens und Betrügens.
Also, was lernen wir daraus für die Zukunft:
1. Politiker werden.
2. Sei ein Schwein, lüge und betrüge was das Zeug hält denn es kann dir so oder so nichts passieren.
3. Lass dich erwischen und sahne dann noch fett ab.
Und das beste an diesen drei Regeln ist, dass das sowohl im kleinen als auch im großen Stil funktioniert. ABER…Politker muss man halt sein.
So. Genug Politik für heute.
Ich wünsch euch was. Machts es guad.
Euer Jörg
